KALENDERBLATT
Spirituelle Impulse für jeden Tag.

SUCHE

KURS - SUCHE
Suche nach Veranstaltungen und Kursen
INITIATIVE TAUFERINNERUNG
Lob und Kritik
Anfahrt
A A A
Der Augustbrief

Maximilian Kolbe 14. August

Zur Person

Am 28. Mai 1941 wurden etwa 300 Männer vom Pawiak, dem berüchtigten Warschauer Gefängnis für politische Gefangene, am Bahnhof in Viehwagen gepackt. Am Abend hielt der Zug auf der Station Auschwitz. Die Gefangenen wurden die Chaussee entlang ins Lager getrieben. Sie marschierten durch das Tor mit der Aufschrift: „Arbeit macht frei“.

Im Juli 1941 ereignete sich ein Fluchtfall. Der Lagerkommandant Fritsch kündigte eine Auswahl an. Der Flüchtling mit Namen Klos wurde nicht gefangen. Am Abend des nächsten Tages begann Fritsch mit der Auswahl. „Was will das polnische Schwein?“ Auf die Frage des Kommandanten antwortete Maximilian: „Ich bin ein polnischer katholischer Priester, ich bin alt und will für ihn sterben, denn er hat Frau und Kinder“. Es war äußerst merkwürdig, dass Fritsch den zuvor ausgewählten Franciszek Gajowniczek zurückschickte und dem Opfer Maximilians zustimmte. Bei einem solchen Ungeheuer wäre es durchaus möglich gewesen, dass er beide in den Hungerbunker gesteckt hätte.

Die Exekution wurde am 14. August 1941 ausgeführt. In der Nacht wurden die Leichen von Maximilian Kolbe und dreier Mitgefangener zum Krematorium weitertransportiert. Aller Wahrscheinlichkeit folgte die Verbrennung am 15. August, dem Fest Mariä Himmelfahrt.

Franciszek Gajowniczek überlebt das Grauen des Konzentrationslagers.

Der Tod Maximilians war sowohl ein Bekenntnis des Glaubens als auch ein Bekenntnis der Liebe. Der Glaube befahl ihm eine solche Liebe. Und beide, Glaube und Liebe, riefen unter den Gefangenen in Auschwitz jene Bewunderung und Achtung hervor, mit der seine Person und seine Tat betrachtet wurden.

So bleibt in den Grauen der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie Glaube, Hoffnung und Liebe bestehen. Die größte unter ihnen aber ist die Liebe.

(Vergleiche Kinga Strzelecka OSU, Maksymilian M. Kolbe – Für andere leben und sterben, Leipzig, St. Benno Verlag, 1979, S. 193 bis 213)

 

 

Heute 

Immer wieder erleben Menschen auf der Welt schlimmste Verbrechen gegen Leib und Seele. Sie werden verfolgt, gedemütigt, gequält und getötet im Namen höherer Mächte und Ideologien, aus politischen und wirtschaftlichen Gründen.

Immer wieder erleben Menschen auf der Welt, wie Christen aus ihrem Glauben heraus zu Taten der Liebe bereit sind. Sie sehen in der leidenden Kreatur Jesus Christus selbst und wenden sich deshalb dem Nächsten zu. Sie zünden ein Licht der Hoffnung an in einer Welt der Finsternis. Die Frohe Botschaft ist ihr Fundament, um auch in den schlimmsten Ausbrüchen von Verfolgung und Qual das Liebesgebot Jesu in beispielhafte Tat umzusetzen.

 

 

Anregung

 

Stärker als der Tod ist die Liebe
Er führt – ich gehe.

(Schwester Maria Theresia Bonzel, Ordensgründerin)

 

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern,
des Leids gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern,
aus deiner guten und geliebten Hand. 

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

(Dietrich Bonhoeffer)

 

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung.

Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

(Gebet der Vereinten Nationen)

 

 

Tipp 

Das dunkelste Kapitel der Deutschen Geschichte von 1933 bis 1945 darf nie vergessen werden. Aber es waren auch Jahre, in denen Christinnen und Christen mutig für Gott und Menschen eingestanden sind. Manchmal waren es nur kleine Taten der Nächstenliebe, manchmal mutige Akte des Widerstandes. Auch diese Ereignisse dürfen als Beispiele von Courage und Glaubenszeugnis nicht vergessen werden. Es lohnt sich, in den Chroniken der eigenen Gemeinde, in Erzählungen, Texten und Bildern nach diesen Beispielen zu suchen und sie heute noch zu präsentieren. Als Einzelner, in der Familie oder in einer Gruppe kann so eine Reise in die Vergangenheit zu einer Ermutigung für die Zukunft werden.

Die Dokumentationsstelle für kirchliche Jugendarbeit im Jugendhaus Hardehausen bietet gerade jungen Menschen einen fast unmittelbaren Zugang zu der Zeit der „Jugend unter dem Hakenkreuz“.

Den Kontakt kann auch über die Redaktionsanschrift auf dieser Karte vermittelt werden.

 

Impressum und Kontakt

Herausgegeben von der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung Paderborn.

Redaktionsanschrift:

KBS Olpe, Friedrichstr. 4, 57462 Olpe

Tel.: 02761/942200

E-Mail: anmeldung@kbs-olpe.de.

     

Weitere Informationen zur Initiative Tauferneuerung erhalten Sie hier.