„Neu hinsehen! Ein katholischer Blick auf Martin Luther“

„Lasst doch die Evangelischen 2017 auch einfach mal ihren Geburtstag feiern!“ so das leidenschaftliche Plädoyer einer Teilnehmerin bei einer großen ökumenischen Fachtagung der Katholischen und Evangelischen Akademie in München. Doch was geschah eigentlich vor 500 Jahren genau und was wollte Martin Luther? Mit diesen und weiteren Fragen befasste sich das Projekt der Katholischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt und der Akademie des Bistums Magdeburg „2017: Neu hinsehen! Ein katholischer Blick auf Luther“.

Ziel des Projekts ist es, möglichst viele Menschen – katholische und evangelische, Christen und Nichtchristen – neugierig zu machen und ihnen „einen neuen Blick auf Luther und die Reformation zu ermöglichen“. 

Dr. theol. Stephan Mokry, der das Projekt am Standort Halle leitete, wird auf Einladung des Bild(ungs)- und Kulturpunktes im Pastoralverbund Olpe am 

Donnerstag, 27. April 2017, 19.30 Uhr, in der Alten Pastorats, Frankfurter Straße 8, 57462 Olpe, über wesentliche Ergebnisse und Erkenntnisse des Projekts berichten. Dabei wird er den Zuhörerinnen und Zuhörern Martin Luther als Mensch seiner Zeit und als einen, „der zunächst katholischer Reformer in seiner Kirche“ war, nahebringen. Personen und die Zeit, die den späteren Reformator geprägt haben, sollen in den Blick geraten, um besser zu begreifen, was damals wirklich geschah und wie es zur Kirchenspaltung kam. Das Projekt soll einen Beitrag dazu leisten, Luther und was er wollte, aus der damaligen Zeit heraus zu verstehen. Dies kann gelingen, wenn man neu auf die Geschichte und die daraus folgenden Entwicklungen sieht. So ist es zum Beispiel nicht nur für Katholiken interessant, der katholischen Deutung Luthers durch die Jahrhunderte bis heute nachzuspüren und so den beeindruckenden positiven Wandel in ökumenischer Hinsicht wahrzunehmen.

Dr. Stephan Mokry aus München ist Referent für Theologie und Ethik, Lehrbeauftragter für Kirchengeschichte an der Katholischen Stiftungsfachhochschule Benediktbeuern und Vorstandsmitglied im Verein für Diözesangeschichte von München und Freising. 

Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zu Fragen und einer Diskussion.